Im Internet habe ich einen besonders interessanten Hinweis über Friedenberger gefunden.
Er ist in der Lebensbeschreibung des Wilhelm von Rosenberg enthalten.
Diesen Angaben nach wird über ein Treffen Wilhelm von Rosenberg 1589 mit einem Maximilian Friedenberger berichtet, das sich 1589 in Böhmen bzw. Polen zugetragen hat.

Über Wilhelm von Rosenberg gibt es u.a. die umfangreiche Lebensbeschreibung
“ŽIWOT WILÉMA Z ROSENBERKA” von Wácslaw Březan, Verlag: Kronberg, Prag 1847

Darin wird auch seine Reise 1589 nach Polen in Form eines Tagebuches beschrieben.
In diesem Buch findet sich auf der Seite 286 folgender Eintrag:



Der Text ist in Alttschechisch verfasst. Die Übersetzung war deshalb schwierig.
Mehrere Sprachkundige, die des Tschechischen, Polnischen, Russischen und Bulgarischen mächtig sind, haben sich um die Übersetzung mit folgendem Ergebnis bemüht:

" Das Leben des Wilhelm von Rosenberk
Im Jahre des Herrn 1589

Im vergangenen Jahre wurde bekannt, dass der Herr (Wilhelm von Rosenberk) den Weg auf sich nahm in den Herrschaftsbereich des Königreichs Polen, aber auch
1. Im Januar nach Jaromer', sich der Grenze zu Schlesien nähernd;
2. nach Nachod, nahe zu Schlesien fuhr er zu Herrn Jaroslaw aus Smiric;
3. wo er auch einigermaßen übernachtete
4. nach Reichenstein
5. an die Neiße, wo er Wohnung nahm bei Bischof Wratislavski, angekommen, er hier gut (traktirovan) , so dass er am nächsten Tag sich ausruhte.
7. Der Herr fuhr nach Silce
8. nach Kosli, und hier bekam er mit der Post von JMCe`
9. Waiskrätzen
10. Beuten nach Bytom
11. Der Herr sah sich wieder mit dem Kardinal Aldobrandin, dem Gesandten des Papstes
12. Der Kardinal fuhr von den Kommissaren des Kaisers nach Bendzin, und die Kommissare fuhren zum Erzfürst des Kaisers, zu Maximilian Friedenberger
15. Herr Strein kam an und es waren nun ein kaiserlicher Kommissar mit Kristof Popel auch p. Promnic anwesend
22. Herr Wilhelm von Rosenberg wollte sein beim Herrn Kardinal
28. Es kamen zum Herren die Legaten, der Herr Wojewode Rawsky und der Herr Wojewode Bresky“

Der für mich besonders wichtige Teil dieses Textes, der das Geschehen vom 12. Januar schildert, und in dem der Name Friedenberger vorkommt, konnte aber bisher nicht eindeutig übersetzt werden, denn als Erzherzog (Erzfürst) wurde damals der Thronanwärter bezeichnet und das war mit Sicherheit kein Friedenberger.

Ist das mit dem Friedenberger schlichtweg irgendein Schreibfehler?
Oder ein Gedächtnisfehler, denn wie ganz oben übersetzt, wurde der Bericht nachträglich verfasst?

Vielleicht findet sich aber jemand unter den Lesern, der das genauer übersetzen kann.

Hier etwas zum geschichtlichen Hintergrund dieser Reise:
Um die vakante Königskrone Polens kam es in den Jahren 1587/88 zwischen den Habsburgern und den Polen zu Streitigkeiten.
Wilhelm von Rosenburg wurde vom Kaiser Rudolf II beauftragt, diesen Streit mit Polen zu schlichten.
Von Rosenberg gelang es im Moder März 1589 einen Friedensvertrag mit Polen herbeizuführen.

Wilhelm von Rosenberg (tschechisch Vilém z Rožmberka; geb. 10. März 1535; gestorben 1592), war ein böhmischer Adliger, Diplomat und Politiker.
Er besuchte einige Jahre die Ausbildungseinrichtung für junge Adlige in Passau.
Später bekleidete er viele Jahre das höchste Amt im Königreich Böhmen; Jahrzehnte war er nach dem König der zweite Mann in Böhmen.
Die Besitzungen der Rosenberger lagen hauptsächlich um Krumlau (Krumlov) in Südböhmen. Deren ehemalige Burg Rosenberg (Rožmberk) liegt nahe der Grenze zu Österreich.

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