auf den Spuren der Friedenberger

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von frid zu Friedenberger - weitere Untersuchungen

Die Möglichkeiten der Ableitung unseres Namens von anderen Orten oder Bergen mit dem Namen Friedenberg im ehemaligen deutschen Sprachraum habe ich näher untersucht.
Für das gesamte Deutschen Reich wurde erstmals um 1885 eine Zusammenstellung aller Wohnplätze erarbeitet.
In dieser Zusammenstellung sowie im Ortsnamenverzeichnis in zweisprachigen Gebieten vor 1939 (Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechoslowakei, Polen, Estland, Lettland, Litauen und Russland) konnte ich zusätzlich zu dem Friedenberg in der heutigen Gemeinde Grattersdorf im Bayrischen Wald folgende Orte mit dem Namen Friedenberg finden:
  • Im mitteldeutschen Sprachraum habe ich nördlich der Stadt St. Wendel im Saarland einen Berg mit dem Namen Friedenberg zwischen den Orten Namborn und Nohfelden gefunden.
    Eine Straße zum Friedenberg heißt heute Friedenbergstraße.
    Der Berg und das nähere Umfeld war und ist unbewohnt und scheidet damit zur Bildung unseres Namens aus.
  • Im mitteldeutschen Sprachraum gibt es in der Gemeinde Wermelskirchen einen Ortsteil Friedenberg. Dieses Friedenberg ist vermutlich ein Abspliss von Oberhagen und entstand im 17. Jh..
    Zu diesem Zeitpunkt war hier die Bildung der Familiennamen schon abgeschlossen und außerdem gab es die Friedenberger schon seit mehr als 200 Jahren.
  • Im niederdeutschen Sprachgebiet gab es in Ostpreußen, im Regierungsbezirk Königsberg, Kreis Gerdauen, einen Ort Friedenberg.
    Sollten von diesem Ort Personen ihren Nachnamen erhalten haben, dann erhielten sie den Namen Friedenberg, entsprechend der hier im Niederdeutschen üblichen Form der Namensbildung.

In Württemberg tauchen in einigen Kirchenbüchern Namen auf, die aus den schlecht zu lesenden Handschriften auch als Friedenberger gedeutet werden können.
Verfolgt man jedoch diese Namen in den Kirchenbüchern über einen längeren Zeitraum, so stellt man fest, dass es sich hier um Freiden- oder Freudenberger handelt, wobei sich der Name Freidenberger im Laufe der Zeit zu Freudenberger festigte.
Wenn sich tatsächlich hier doch der Name Friedenberger ebenfalls herausgebildet haben sollte, kämen als Nachfahren am ehesten die Friedenberger in Weilburg in Frage

wichtige Quellen zur namenkundlichen Forschungen waren:
  • Kunze, Konrad: dtv-Atlas “Namenkunde”, Deutscher Taschenbuch Verlag,
  • Kredel, Otto/Thierfelder, Franz: Deutsch-fremdsprachiges Ortsnamenverzeichnis im Auftrage der
    Abteilung der Deutschen Akademie in München 1931
  • Schwarz, E.: Deutsche Namenforschung, Bde. 2, Orts- und Flurnamen, Göttingen 1950
  • Brunkow, Oskar: Die Wohnplätze des Deutschen Reiches 1882
  • Penzler, Johannes: Ritters Geographisches-statistisches Lexikon, Leipzig 1905, Verlag von Otto Wiegand
  • Rose, Klaus: Historischer Atlas von Bayern Deggendorf 1971
  • Seipold, Eberhard: Historisches Ortsnamenverzeichnis des Bezirkes Deggendorf, Würzburg,1959
  • Dr. Paffrath, Herbert:Der *Friedenberger Hof* in Opladen – ein Bauernschlößchen am Steilhang
    der Wupper, 1966
  • Dr. Heinrich Dittmaier: Siedlungsnamen und Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes 1956
  • Dr. Ilgen, Th.: Die Landzölle im Herzogtum Berg (herausgegeben vom Bergischen Geschichtsverein 1906)
  • Postbuchverlag: Müllers Großes Deutsches Ortsnamensverzeichnis 1996/97
  • ---------------: Ortsverzeichnis von Österreich, 1951
  • Sternfels, Wilhelm/Bischof, Heinz: Unsere Ortsnamen 1961
  • DeTeMedien: Telefonbuch für Deutschland 1998
  • TELEATLAS: DT Info & Route 1999
Schriftverkehr mit
  • Niederbayern

  • - Stadtarchiv Deggendorf
    - Geschichtsverein Deggendorf
    - Gemeindeverwaltung Grattersdorf
    - Standesamt Plattling
  • Nordrhein/Westfalen

  • - Stadtarchiv Opladen
    - Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Wermelskirchen
    - Stadtarchiv Wuppertal
    - Gemeinde Nohfelden
  • Württemberg
    - Stadtarchiv Boxberg

Dresden, November 2008
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