Über diese Friedenberger habe ich umfangreiche Untersuchungen angestellt, weil ich in Niederbayern wegen der großen Häufung der Friedenberger hier die Herausbildung und den Ursprung der Friedenberger vermutete, und weil ich hoffte, eine Verbindung zu meinen Friedenberger östlich Oder/Neiße herstellen zu können.
Unter Namensentwicklung Friedenberger erfahren Sie mehr über die einzelnen Schritte bis zur gegenwärtigen Schreibweise unseres Namens.
Im Ergebnis dessen ist ersichtlich, dass die Wiege der ersten Friedenberger mit Sicherheit in Niederbayern gestanden hat.
Leider waren die von mir kontaktierten bayrischen Friedenberger – bis auf eine Ausnahme – ausgesprochen zurückhaltend.
Ist es Desinteresse oder empfinden sie es als Einbruch in die Privatsphäre?
Keiner der von mir angesprochenen Friedenberger wusste etwas über die Entstehung unseres Namens und Herkunft der Friedenberger.
Die Unterstützung von kirchlichen, kommunalen und staatlichen Einrichtungen war vorbildlich.
Nach meinen Erkenntnissen ist Friedenberger ein Herkunftsname, benannt nach der kleinen Siedlung Friedenberg im Kreis Deggendorf in Niederbayern
Karte Lage Friedenberg in Deutschland
Die Karte Friedenberg in Gemeinde Grattersdorf zeigt nur die ungefähre Lage.
Bei weitem besser ist die Satellitenansicht um Friedenberg
Unser Name wurde hier in Niederbayern in den von mir ausgewerteten Dokumenten bis etwa 1850 zumeist mit Fridenberger (zuerst auch als Fridenperger), in manchen Zeitperioden dann wieder öfters als Friedenberger , ab etwa 1880/1900 nur als Friedenberger geschrieben.
Die heutige moderne Schreibweise mit Friedenberger verwende ich als Sammelbegriff für alle Nuancen, die mit den Fridenperger, Fridenberger, Friedenberger und ähnlich zusammen hängen.
Abweichungen davon verwende ich dort, wo es in einem genannten Zeitraum und/oder räumlichen Landschaft im konkreten Fall geboten ist.
Der erste bekannte Friedenberger in Niederbayern (und der zweitfrüheste insgesamt) ist der Xylograph und Buchdrucker Paul Fridenperger.
Er selbst gibt seinen Namen zumeist mit Fridenperger, seltener mit Fridenberger an.
In der Fachliteratur wird sein Name meistens mit Fridenperger, gefolgt von Fridenberger, weniger mit den Neuerungen Friedenperger und Friedenberger geschrieben.
Demnach hatte sich bis um 1500 die Schreibweise mit Fridenberger noch nicht durchgesetzt.
Ich bevorzuge deshalb auch die Schreibweise Fridenperger für ihn.
Er war Buchdrucker und als solcher von 1486 bis 1490 in Verona sowie von 1493 bis 1495 in Venedig tätig.
In der Beilage der Donau-Zeitung Nr. 15 vom 3. Juli 1926 gab es den Beitrag "Passauer Buchdrucker des 15. Jahrhunderts im Ausland".
Daraus stammt folgender Auszug:
Mit diesem Paul Fridenperger habe ich mich länger beschäftigt.
Er hat es verdient, dass wir uns an ihn erinnern.
Er ist nicht nur der zweite Friedenberger (nach dem Glockengießer in Ulm), der fünfzig Jahre vor den nächsten auftaucht, sondern er ist nach meinem derzeitigen Wissenstand auch der außergewöhnlichste. Mit seinem Können überragt er alle mir bekannten Friedenberger.
Von den anderen vielen Fridenberger und Friedenberger wissen wir nur, weil sie getauft und getraut wurden und dies in den Kirchenbüchern, die z. B. hier um Hengersberg seit etwa 1630 geführt wurden, vermerkt wurde.
Dieser Paul besticht durch seine Leistungen.
Das erste gedruckte Buch weltweit erschien 1454 in Mainz.
Es war die Bibel von Johann Gutenberg.
Das erste in Passau gedruckte Buch wurde 1481 veröffentlicht.
Unser Paul Fridenperger wird somit spätestens in Passau das Buchdrucker-Handwerk erlernt haben. Damit war er einer der ersten, die dort dieses Handwerk verstanden.
In Passau sah er nicht seine Zukunft. Der Kreis der Lesenden und Wohlhabenden, die sich die teuren Bücher leisten konnte, war hier beschränkt.
Italien war damals der Inbegriff für geistige Entfaltung und Schöpferkraft; die Renaissance stand in voller Blüte.
Zwischen Passau und Italien bestanden in früheren Jahrhunderten enge Beziehungen, wie das auch heute noch am südländischen Aussehen zu erkennen ist.
Sicherlich waren auch hier italienische Baumeister über längere Zeit am Werke.
Die Republik Venedig stand vor 500 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Macht und war der Treffpunkt von Menschen aus allen Ländern der damals in Europa bekannten Welt (Amerika war ja noch nicht entdeckt).
Noch hatte Venedig seinen Rang als dominierende Handelsnation nicht verloren, wenn es auch allmählich seine politische Bedeutung an die Osmanen abgeben musste.
Nach wie vor bestanden mit den Wirtschaftszentren in Europa enge Netze von Handelswegen und Geschäftskontakten sowie rege diplomatische und kulturelle Beziehungen.
Ein Klima wirtschaftlicher und geistiger Freiheit, religiöse Toleranz, die Nähe zu Padua, dem Zentrum humanistischer Studien, schufen ideale Voraussetzungen für das Aufblühen der Druckkunst und des Verlagswesens.
Der Handel brachte Wohlstand und dieser wurde auch in große öffentliche und private Bauten, Kunstprojekte und Bildung investiert (von der alten Pracht leben die Venezianer noch heute).
Dort war somit auch der Markt, auf dem viele Bücher gefragt waren.
Folgerichtig wollte unser Paul auch nach Italien. Nicht nur der Geschäfte wegen. Er hat während seiner Ausbildung Latein gelernt, kannte also schon viel über Italien; in Passau wird er auch Italienreisende getroffen haben.
Er wollte von Italien nicht nur hören, er wollte es erleben, mitgestalten und mit seiner Arbeit auch sicherlich gut verdienen.
So begab er sich dann von Passau auf die beschwerliche Reise über die Alpen nach Italien.
Er war somit ein wagemutiger technischer Pionier, der in der Fremde ganz auf sein Können vertraute.
Aus den mir bekannten Angaben kann ich weitere Vermutungen über ihn und seinen Werdegang anstellen.
So denke ich, er war sicherlich nicht arm, denn er musste erst die wichtigsten Teile der Buchdrucker-Grundausstattung erwerben, über die Alpen schaffen und dort seine Ausrüstung vervollständigen, geeignete Arbeitskräfte anwerben und Papier, Druckerschwärze und ... beschaffen und somit auch Vorauszahlungen leisten.
Geholfen haben ihm vermutlich auch ein oder zwei gut bekannte Fachleute, die er aus Passau mitgebracht hatte.
Aufs Gradewohl wird er nicht nach Italien gereist sein. In Verona hatte er vermutlich Bekannte oder er reiste mit einer guten Empfehlung dort hin.
Zum Beginn der Reise nach Italien wird er – wenn er schon begüterte Eltern hatte – mindestens 25 Jahre gewesen sein, wenn die vorn genannten Voraussetzungen nicht zutrafen, wird er eher über die 35 gewesen sein. Damit wäre er zwischen 1445 und 1460 geboren.
Es wird eine längere Zeit gedauert haben, bis das erste Buch erscheinen konnte.
1486 war es dann so weit.
Im Jahre 1486 veröffentlichte er als Paul Fridenperger das Buch "Lucretii opera".
Später gibt er in seinen Drucken seinen Familiennamen mehrheitlich mit Fridenberger an.
Aus diesem Buch habe ich im Internet einen Auszug aus Lucretii Opera gefunden.
Die reich bebilderte Seite besticht auch nach über 500 Jahren durch ihre Art und Qualität.
In der zweiten Ausgabe befindet sich am Ende des Buches folgender Texteintrag (seinen Nachnamen gibt er hier mit Fridenperger an):
Ich hoffe, all die Mühen haben sich für ihn gelohnt.
Jedenfalls ist er mindestens bis 1495 in Italien geblieben.
Eine seiner Xylographien zeigt das Wunder des heiligen Antonius von Padua
, der in der Nähe der Stadt Ravenna zu den Fischen spricht.
mehr zu dieser Xylographie im Internet (hier allerdings in heutiger Schreibweise als Friedenberger benannt)
Paul Fridenperger fertigte hier mit wenigen Schnitten in Holz ein für jedermann verständliches und einprägsames Bild über eine Begebenheit im Neuen Testament.
Bücher waren damals sehr teuer und lesen konnten die wenigsten, Bilder sagten schon damals oft mehr als tausend Worte.
Mehrere von ihm gedruckte Bücher sind u.a. auch in Ingolstadt und Braunschweig vorhanden.
Wie kam nun der erste Fridenperger nach Passau?
In der kleinen Siedlung Friedenberg,
Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Passauer Fridenperger ein außerordentlich aufgeweckter junger Mann war, der im Kloster Niederalteich eine schulische Ausbildung erhielt und dann nach Passau ging oder dorthin geschickt wurde.
In Niederalteich, spätestens in Passau wird er seinen Nachnamen Fridenperger (oder Fridenberger) erhalten haben.
Passau war nicht nur Sitz des Bistums Passau, sondern auch eine Stadt der Handwerker, des Handels und der höheren Lehranstalten.
Hier wird sich unser Fridenperger neues Wissen angeeignet und dann sein Können so entfaltet haben, dass er es wohl zu gewissem Wohlstand brachte und seinen Kindern eine gute Ausbildung zukommen lassen konnte. Mit seinen Fähigkeiten wird er sicherlich auch gut eingeheiratet haben
Ob der Paul nun der Sohn dieses Fridenperger oder sein Enkel war, wissen wir nicht.
Der Paul wird mit Sicherheit zeitig Latein erlernt haben, später die Buchdruckerkunst, hatte geschickte Hände und wird auch ein guter Kaufmann gewesen sein.
Es kann aber auch sein, dass Paul Fridenperger direkt aus Friedenberg stammte, die oben genannte Entwicklung selbst durchmachte, in Italien aber Passau als seinen Geburtsort angab, weil er aus Passau kam und mit der Einöde Friedenberg keiner was anfangen konnte.
Ähnliche Fälle kenne ich aus Kirchenbüchern, wo Fremde als Herkunftsorte oft die größere Stadt der Umgebung angaben.
Nähere Angaben über diesen Paul Fridenperger und vielleicht auch über seine Eltern könnte man sicherlich in Erfahrung bringen, wenn man zielgerichtet die in Passau vermutlich noch vorhandenen Archivalien durchsehen würde. Handwerkerrollen, Steuerlisten und Gerichtsakten aus der damaligen Zeit sind sicherlich noch vorhanden.
Aber dieser Paul scheint nicht der einzige Friedenberger zu sein, der mit Italien verbunden war, denn mit folgendem Eintrag im Kirchenbuch Plattling
findet man den wichtigen Hinweis auf eine Verbindung zwischen Plattling und Padua.
Sollten die heutigen Friedenberger aus Plattling nicht längst den Zusammenhang zwischen obigem Anton Friedenberger und Padua in Italien geklärt haben, dann ist das vermutlich mit Hilfe der Kirchenbücher und der sicherlich noch ausreichend vorhandenen Archivalien in Plattling, Deggendorf und Regensburg ohne größeren Aufwand möglich.
Ich habe Kirchenbücher von mehreren Pfarreien vom Umland Hengersberg (zum Bistum Passau gehörend) ausgewertet.
Daraus ist ersichtlich, dass es dort bereits Fridenberger an mehreren Orten zum Anfang des 17. Jh. gegeben hat.
So gibt es z.B. folgende Einträge im Kirchenbuch der Pfarrei Seebach:
In den Kirchenbüchern aus der Deggendorfer Umgebung gibt es ähnliche Angaben.
Leider wurden hier in den Kirchenbüchern - wie in Polen sonst üblich - keine Angaben bei Geburten zum Alter der Eltern, bei Trauungen zum Alter und zu den Geburtsorten der Brautleute und bei Beerdigungen zum Geburtsort und zu den Hinterbliebenen gemacht. Damit kann ein Zuordnen bei fehlenden Angaben oft nicht erfolgen bzw. können Vermutungen fehlerhaft sein.
Der Beginn der Führung von Kirchenbüchern ist unterschiedlich, die ersten von mir ausgewerteten im Jahre 1633.
Gleich zu Beginn der Eintragungen werden auch Fridenberger (Friedenberger) genannt, vor 1700 in
Der Paul Fridenperger aus Passau hatte als Buchdrucker und Xylograph zur damaligen Zeit eine gehobene berufliche Stellung.
Diese konnte er nur durch außergewöhnliche Klugheit und Unterstützung erreichen.
In den von mir ausgewerteten Kirchenbüchern gab es bis etwa 1680 bei den Fridenberger keine Angaben zu den von ihnen ausgeübten Berufen. Danach wurden sie als Bauern bezeichnet, noch später auch als Häusler.
Ab dem 18. Jhd. gingen sie in die Städte, wurden Handwerker (so Böttcher in Deggendorf,
Türmer in Plattling).
Später sind einige zum Eisenbahnbau und verbreiteten sich besonders im 20. Jh. in ganz Niederbayern und im Großraum München.
5.1 nach Österreich, Böhmen und protestantische deutsche Länder
Die landsuchenden Süddeutschen gingen über Jahrhunderte vorwiegend nach Österreich und Böhmen sowie auch nach Südschlesien.
Darunter werden auch die Vorfahren der heutigen österreichischen Friedenberger gewesen sein, wie das auch bei den Kumberger Friedenberger überliefert ist.
In den Bürgerbüchern von Olmütz (Olomouc) in Böhmen findet man viele zugewanderte Bayern. Für 1727 befindet sich darunter auch ein Franz Friedenberger, ein Taschner aus Passau.
Was aus diesem Friedenberger geworden ist, ist mir noch nicht bekannt.
Olmütz liegt rund 300 km Luftlinie von Passau und nur 50 km von der schlesischen Grenze entfernt
In die südwestlichen und nördlichen deutschen Länder können Friedenberger durch die normale Binnenwanderung, kriegerische Auseinandersetzungen (z. B. Bauernkriege, 30-jähriger Krieg).
Eine massenweise Abwanderung aus den katholischen Ländern fand in Zusammenhang mit der Gegenreformation statt.
Hunderttausende Lutheraner haben Österreich und Böhmen in Richtung der protestantischen deutschen Länder verlassen. Viele gingen weiter in die Niederlande und Schweden, aber auch in das damals in Glaubensfragen tolerante katholische Polen.
Die Gegenreformation in Bayern (ab 1563) und Österreich (ab 1596) zwang die dort wohnenden Evangelischen zur Entscheidung, entweder katholisch zu werden oder das Land zu verlassen.
Aus der Stadtchronik Deggendorf von 1894 habe ich folgenden Auszug entnommen:
Viele dieser Evangelischen (in manchen katholischen Veröffentlichungen der damaligen Zeit auch als “Irrgläuber” bezeichnet) gingen in die evangelisch gebliebenen süddeutschen Städte und die evangelischen Länder Franken, Schwaben und Württemberg, die Oberpfalz, nach Sachsen, Brandenburg und auch nach Böhmen. 1617 mussten die Evangelischen die Oberpfalz verlassen, 1623 dann auch Böhmen.
Man schätzt, dass allein aus Österreich (ohne Salzburg) und Böhmen zwischen 1598 bis um 1680 etwa 350.000 Menschen in die evangelischen Länder “umgezogen” sind.
In Franken waren sie besonders willkommen, hatte doch der 30-jährige Krieg und Seuchen die Bevölkerung stark dezimiert.
Vielleicht waren auch Fridenberger/Friedenberger in Bayern und/oder Österreich vom evangelischen Glauben so überzeugt, dass sie sich dem allgemeinen Flüchtlingsstrom in Richtung Norden anschlossen, vielleicht waren sie aber auch nur katholische Habenichte mit ungefestigtem Glauben und dachten, wo so viele Menschen eine bessere Zukunft erhoffen, wird das auch für sie möglich sein.
Letzteres haben die Deutschen im Osten während und nach dem 2. Weltkrieges auch so gedacht und danach gehandelt.
Vermutlich war einer dieser Exulanten auch der Thomas Friedenberger, dessen Sohn Johannes in Weilburg an der Lahn 1636 die dortige Scharfrichterwitwe heiratete und damit eine dauerhafte Bleibe fand.
Ähnlich wird sich das auch mit den Brüdern Jacob und Balthasar Friedenberger (oder zumindest mit ihren Vorvätern) verhalten haben, die sich als Böttcher vor 1703 in Paproc und Rackwitz im Posenschen ansiedelten.
Diese beiden Brüder sind die Urväter aller “östlichen” Friedenberger, die heute in Deutschland, Polen und anderen Länder Europas leben und evangelisch sind oder waren.
Nach Polen sind sie entweder über Schlesien oder Sachsen, das bis 1815 im Nordosten an die Oder reichte.
Trotz eifriger Suche konnte ich keine Verbindung zwischen den bayerischen und meinen “östlichen” Friedenberger finden.
Meine ersten mir bekannten Friedenberger-Vorfahren waren um 1700 bereits
evangelisch.
Der vor 1685 geborene Balthasar Friedenberger hatte bereits einen eindeutig evangelischen Vornamen.
Damit erfolgte die Trennung meiner Friedenberger von den bayerischen
irgendwo und irgendwann zwischen etwa 1400 und 1600.
5.2 nach Übersee
Ab etwa 1850 ist in den von mir hier ausgewerteten Kirchenbüchern ein merklicher Rückgang der Eintragungen über Friedenberger zu verzeichnen. Dieser Zeitraum passt auch gut zu den Auswanderungen nach Übersee.
Über Bremerhaven sind mehr als 250 Friedenberger ausgewandert.
Die meisten der im 19. und 20. Jh. in die USA ausgewanderten Friedenberger stammen laut den Schifffahrts- und Einwanderungslisten aus Bayern. So sind allein zwischen 1923 und 1928 zehn Friedenberger dabei, davon vier aus Plattling, zwei aus Gramling und einer aus München.
Jeder vierte
Friedenberger in Deutschland
wohnt in Bayern.
Die heutigen bayrischen Friedenberger sind bis auf einige wenige vom Ursprung her urbayrische Friedenberger.
Deren Vorfahren stammen mit Sicherheit aus der Einöde Friedenberg im Bayerischen Wald.
Aus Niederbayern stammen auch die österreichischen Friedenberger.
Ich denke, dass auch die östlichen Friedenberger hier ihren Ursprung haben.
Bei vielen nach Übersee ausgewanderten Fridenberger/Friedenberger sind Anpassungen an die dortige Schreibweise vorgenommen worden.
In den frühen Auswandererdokumenten wurden viele dieser Friedenberger mit Friedenberg, Fridenberg und einige auch mit Fridenberger geschrieben.
Die später Ausgewanderten schreiben sich heute noch Friedenberger, so auch die Friedenberger in Altoona in Pennsylvania, die bis 1923 in Gramling bei Osterhofen wohnten.
Aber auch innerhalb Deutschlands fand eine Binnenwanderung statt, so sind einige Friedenberger nach 1940 in das Ruhrgebiet und nach Norddeutschland gezogen.